Mein Jahr in Südafrika

"Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig!" – Lord Robert Baden Powell

Der April, der macht was er will!

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Das ist hier so der Fall, denn das Office habe ich diesen Monat nur 2 Tage gesehen und einen Tag war ich zu Besuch.

Denn ich war vom 05.04. bis zum 16.04. bei der Patrol Leader Training Unit (PLTU). Ich darf dazu nicht so viel erzählen, denn es ist alles ein großes Geheimnis. Die Teilnehmer sollen nicht wissen was auf sie zu kommt. Auch wenn ich auf Deutsch schreibe, besteht immer noch die Gefahr, dass es jemand übersetzt. Am Anfang war ich etwas skeptisch, denn wenn man vorher nicht dabei gewesen ist, dann weiß man nichts. Ich habe im Catering-Team ein Platz bekommen. Und ich war anfangs auch nicht so begeistert, denn Timo und Mark waren in der Zeit in Kapstadt und ich wollte eigentlich Zeit mit ihnen verbringen.  Auf den Vorbereitungstreffen wusste ich dann immer noch nicht so genau, was ich erwarten soll. Aber nachdem wir einen Aufräumtag hatte, war ich mehr motiviert, denn ich habe einige von den anderen Staff-Mitgliedern kennen gelernt.
Als es dann wirklich richtig losging, habe ich mal wieder mit der Unverlässlichkeit der Südafrikaner rumschlagen müssen. So musste ich mir eine neue Mitfahrgelegenheit organisieren, denn mir wurde kurz bevor wir losfahren sollten gesagt, dass diese Person doch nicht fährt. So etwas frustriert mich hier immer wieder, aber langsam habe ich es raus, wie ich damit umgehen muss.
Am Anfang des Kurses war ich immer noch von den strikten Regeln irritiert, denn wir salutieren uns gegenseitig und man musste überall hinrennen. Nach einer Weile habe ich mich daran aber gewöhnt. Mein Küchenteam war super. Wir waren glaube ich das Team, was am meisten Spaß hatte und wir haben alle anderen durch unser Essen glücklich gemacht. Es war anstrengend, aber es wurde wertgeschätzt. Auch mit den anderen vom Staff hatte ich auch super viel Spaß. Jetzt im Nachhinein war es so eine gute Erfahrung und ich bin echt froh, dass ich daran teilnehmen durfte. Ich glaube ich werde auch einige von den Aktivitäten mit nach Deutschland nehmen und versuchen dort umzusetzen. Es ist einfach ein Lager, dass ich nicht missen möchte – auch wenn man die Kluft in der Hose und eine Capi tragen musste.

Don’t be afraid to give up the good to go for the great.

John D. Rockefeller

Nach diesen spannenden Tagen haben mich Timo und Mark in Hawequas abgeholt. Sie haben ein Südafrikanisches Campfire mitbekommen. Leider mal wieder ohne richtiges Feuer aufgrund des starken Windes und der Trockenheit. Ich zitiere Timo: „Das ist wie ein Wölflingslagerfeuer, wo komische Mitmachlieder gesungen werden!“ Ich habe mich da langsam dran gewöhnt und wenn man bei dem Quatsch mit macht, dann macht das ganze auch super Spaß!

Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg nach Mossel Bay gemacht. Dort haben wir nämlich unsere erste Nacht verbracht. Wir haben in einem stillgelegtem Zug direkt am Meer geschlafen. Wenn ich in meinem Bett lag, dann konnte ich direkt aufs Wasser gucken und am Morgen dem Sonnenaufgang zusehen. Wir waren in einem Coffeshop wo man zwischen den unterschiedlichsten Kaffeesorten wählen konnte und haben noch den Postbaum in Mossel Bay besucht. Den Rest des Tages haben wir am Strand verbracht – die Jungs waren schwimmen und ich habe ihnen zugeguckt.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf zu einem privaten Game Reserve namens Botlierskop. Wir haben eine Safari gemacht und viele Tiere gesehen unter anderem Giraffen, Straußen, Nashörner, Löwen, Springboks und Elefanten. Es war super cool die Tiere frei rumlaufen zu sehen. Wundert euch nicht, dass das Horn vom Nashorn abgeschnitten ist. Das ist mit Absicht, denn es wird kontrolliert gemacht, denn so soll vermieden werden, dass die Nashörner für ihr Horn gejagt werden. Nach unserer Safaritour hatten wir noch ein leckeres Mittagessen im Restaurant.

Dann ging es für uns weiter nach Knysna. Dort angekommen haben wir erstmal das Ferienhaus erkundet und sind dann einkaufen gefahren. Zum Abendessen haben uns Lynette und ihr Freund Jaques besucht. Ich habe Lynette bei PLTU kennengelernt und dann hatten wir uns verabredet, denn Lynette kommt aus Knysna. So hatten wir einen schönen Braai.

Am nächsten Morgen wurden wir von Jaques in sein Restaurant zum Frühstück eingeladen. So verspeisten wir lecker Pfannkuchen und Sandwiches. Gut gestärkt ging es für uns weiter nach Wilderness. Dort hatten wir Kanus gemietet und sind den Fluss hochgepaddelt. Also für uns war das eher ein Bächlein, denn dieser war super schnell zu ende. Wir sind da anderes gewöhnt. Meine Gastfamilie war dort auf einem Zeltplatz, sodass wir sie getroffen habe und mit ihnen zum Wasserfall gelaufen sind, welcher am Ende des Flusses lag.

Wir sind dann noch zum Kaaimans River Mouth gefahren. Es war echt schön zu sehen, wie der Fluss in das Meer fließt.

 

Am nächsten Tag ging es für uns in den Knysna Elephant Park. Dort haben wir einen Eimer voll mit Früchten und Gemüse bekommen und konnten dies dann den Elefanten füttern. Es war sehr beeindruckend den Elefanten so nah zu sein und sie zu streicheln. All die Elefanten, die dort in diesem Park sind, sind Waisen. Sie wurden in den Park gebracht, weil sie verstoßen wurden oder die Eltern gestorben sind.

Kraaimans River Mouth

Den Rest des Tages haben wir Knysna erkundet. Wir sind zur Waterfront gefahren und haben den Ozean gesucht. Denn Knysna liegt an einer Lagune. Wir sind dem Schild zum „Indischen Ozean“ gefolgt, doch wir sind auf einer Insel gelandet, die noch in der Lagune lag.

Am Freitag sind wir nach Plettenberg Bay gefahren, um dort im Robberg Nature Reserve wandern zu gehen. Atemberaubende Natur! Wir haben Delfine und Seelöwen gesehen, waren im Meer schwimmen und haben eine alte Höhle besichtigt. Es war einfach wunderschön.

Abends haben wir uns mit 1st Knysna getroffen. Lynette hatte uns eingeladen eine deutsche Gruppenstunde zu halten. So haben wir mit den Scouts Werwolf, das Deckenspiel und The Priest of the Paris gespielt. Sie waren total begeistert, denn es war mal etwas anderes. Sie konnten aber nicht glauben, dass wir kein Advancement haben und auch keine Interestbadges. Nachdem wir ein deutsches Halstuch da gelassen haben, war der vorletzte Tag in Knysna auch schon zu Ende.

Samstag war ein verrückter Tag, denn die Jungs haben sich entschlossen Bungee Jumping von der welthöchsten Bungeebrücke zu machen. Ich bin mit ihnen auf die Brücke gegangen, doch man konnte in dem Gang schon im Boden runtergucken. Was für ein mulmiges Gefühl. Die Beiden sind nach ihrem Sprung super glücklich und noch am leben gewesen, sodass wir weiter nach Storms River fahren konnten. Dort sind wir wieder ein bisschen gewandert und haben die Natur genossen!

Abends haben wir uns mit Lynette und Jaques zum Picknick am Strand mit Sonnenuntergang verabredet. So haben wir typisch südafrikanisches Gebäck probiert und den letzten Abend in Knysna genossen. Wir haben noch unsere Sachen gepackt und aufgeräumt und dann sind wir das letzte Mal in Knysna eingeschlafen.

So ging es am nächsten Morgen heimwärts Richtung Kapstadt. Wir machten jedoch einen Umweg über den südlichsten Punkt Afrikas – dem Cape Agulhas. Es war schon komisch zu wissen, dass das nächste Festland der Südpol ist und hier zwei Ozeane aufeinandertreffen. Wir haben den Leuchtturm erklommen und dann ging es weiter nach Kapstadt.

In Kapstadt angekommen haben wir die letzten 2 Nächte bei Familie Hyslop verbracht. Wir waren Montag morgen in einer Schule und haben mein ECD-Projekt zu Ende gestellt – dazu später mehr. Den Nachmittag haben wir damit verbracht den Chapman´s Peak zu fahren und für Mark neue Schuhe an der Waterfront zu suchen.

Chapman´s Peak

Am Dienstag sind wir morgens noch ins Office gefahren, denn ich wollte den Jungs zeigen, wo ich arbeite. Danach sind wir nach Stellenbosch zu einem Wine Tasting gefahren. Mark hat sich an das Schokoladen Wine Paring gewagt. Timo und ich haben das Grape Juice Tasting genossen. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen, denn Mark und Timo sind wieder nach Hause geflogen. Danke für die schöne Zeit! Danke Timo für die vielen Fotos!

4 Kommentare

  1. Sehr schön.. viele einprägende Erlebnisse…und tolle Zeit für dich

  2. Klibgt doch toll cih wünsche dir noch weiterhin viel spaß 🙂 <3

  3. Ein super schöner Bericht! Weiterhin alles Gute.

  4. Wahnsinn, Denja, vielen Dank für dieses „Fenster in die Welt“, ich freue mich sehr, deinen Blog lesen zu dürfen. Ich wünsche dir noch ganz viele tolle Erlebnisse, Begegnungen und Abenteuer!

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