Mein Jahr in Südafrika

"Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig!" – Lord Robert Baden Powell

fid – Vorbereitungsseminar 

| 1 Kommentar

Lange lange nichts mehr von mir gehört. Ich genieße meine letzten Tage in Westernohe mit schönem Wetter noch sehr, daher komme ich erst jetzt dazu von meinem Vorbereitungsseminar zu erzählen.

Am 8.6. machte ich mich auf den Weg nach Bonn ins Haus Venusberg. Dort fand nämlich das Seminar der fid statt. fid – Fachstelle für internationale Dienste. 🙂 

Tag 1

Dort angekommen lernten wir 21 Freiwilligen uns erst einmal durch diverse Kennenlernspiele kennen. Nach dem Abendessen wurde dann das generelle Stimmungsbild durch Fragen und dazupassende Postitionen im Raum abgefragt. Das war sehr spannend, denn so lernte man die anderen etwas besser kennen. Es wurden fragen wie

  • Wie viele Geschwister hast du ?
  • Wie stehen deine Eltern zum Freiwilligendienst?
  • Bist du in einer Beziehung?
  • In welches Land gehst du ?
  • Wie ist deine Wohnsituation vor Ort ?

gestellt.

Dann war der erste Abend auch schon zu Ende.

Tag 2

Wochenplan

Wochenplan

Nach dem Frühstück beschäftigten wir uns sehr ausgiebig mit dem Plan für die nächsten neun Tage. Wir sammelten. Themen, die uns in diesem Moment durch den Kopf gingen und die wir gerne auf dem Seminar besprechen möchten. Viele Dinge waren ähnlich und so fingen wir an alle Kärtchen an der Pinnwand zu kategorisieren. Bereits vor dem Mittagessen hatten wir einen fertigen Wochenplan stehen.

 

Am Nachmittag hatten wir dann ein Worldcafé zu den Themen Heimweh, Abschied, Kontakt nach Hause, Beziehung zu Partner und Freunden. Man saß immer in kleinen Gruppen an einem Plakat und hatte 20 Minuten Zeit sich über das Thema auszutauschen. Am Ende wurden dann die wichtigsten Dinge festgehalten. Der Tag endete mit dem „Offenem Team“. In einer kleinen Runde – jeder der wollte, konnte kommen – wird der Tag reflektiert, man kann sich Rückmeldungen von den Anderen holen und der nächste Tag wird geplant.

Tag 3

IMG_7041

Lebensfluss

An Tag 3 haben wir uns sehr mit uns selber beschäftigt. Wir haben unseren eigenen Lebensfluss erstellt – ein Rückblick auf unser bisheriges Leben. Was hat uns geprägt und was ist passiert, dass wir so sind wie wir nun sind.

Tag 4

Samstag haben wir einen externen Referenten zu Besuch gehabt, der mit uns das Thema „Interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit“ behandelt hat. Am Anfang war ich etwas eingeschüchtert, denn wir wurden zunächst ein bisschen reingelegt. Aber das hat mir gezeigt, dass es genau das worauf es ankommt. Wir handeln so wie wir es für richtig halten und fragen nicht nach, ob es auch für die anderen in Ordnung ist. Wir haben viel über die deutsche Kultur gesprochen und was für uns die Grundnahmen sind. Ich denke, dass das ein wichtiger Punkt für mein Auslandsjahr ist, denn nur so kann ich verstehen, warum ich so denke, wie ich es in der jeweiligen Situation tue.

Kultursystem

Kultursystem

Tag 5

Sonntag ging es mit dem unterkulturellem Training weiter. Es wurde ein bisschen aktiver und wir sollten uns mit eigenen Beispielen und Ideen beschäftigen. Wir sprachen darüber, warum es zu manchen Konfliktsituationen kommen kann und wie man aus diesen wieder raus kommt. Außerdem war Thema wie wir uns den Menschen in den anderen Ländern gegenüber verhalten sollen und dass die Einheimischen häufig recht haben, wenn es um Dinge geht die das Land betreffen. Man soll also nicht dazu neigen zu diskutieren.

Ein Geburtstagskind hatten wir auch :)

Ein Geburtstagskind hatten wir auch 🙂

Tag 6

Die Hälfte des Seminars war geschafft. Es ist doch sehr anstrengend, aber mit den Leuten macht es doch super Spaß! Der Morgen stand unter dem Motto „Sexualität & sexualisierte Gewalt“. Wir bildeten Kleingruppen und fanden durch ein Spiel unseren eigenen „Tanzbereich“ heraus. Danach beantworteten wir nur für uns einen Fragebogen zum Thema Sexualität. Es konnte sich danach in der Gruppe ein bisschen ausgetauscht werden.

Den Nachmittag hatten wir Freizeit. Ich nutzte die Zeit, um mich etwas auszuruhen, denn ich hatte vor dem Seminar nicht frei.

Massagekreis

Massagekreis

Tag 7

Heute besuchte und Bernd. Er war als Entwicklungshelfer für viele Jahre in Brasilien und teilte seine Erinnerungen und Erfahrungen mit uns. Wir blickten am Vormittag auf die Armut in Deutschland und fanden heraus in welchem Umfeld wir aufgewachsen sind. Es war einfach total interessant Bernd zuzuhören, denn alles was er erzählte war so faszinierend. Nach dem Mittagessen erzählte Bernd dann viel aus Brasilien, wie er die Menschen dort erlebt hat und was für ihn am Schönsten und am Schrecklichsten war. Ich kann es gar nicht wiedergeben, denn es ist einfach so toll gewesen. Die Plakate von dem Tag sprechen für sich selber.

Durcheinander 1

Durcheinander 1

IMG_7153

Durcheinander 2

Tag 8

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

Morgens besuchte uns eine Fachkraft von der fid. Es ging um Versicherung und Zusammenarbeit mit der Organisation. Wir bekamen noch einmal erklärt, was passiert, wenn wir ins Krankenhaus müssen oder zum Arzt. Außerdem wurde uns nahe gelegt uns an der Partnerorganisation im Einsatzland zu orientieren und darauf zu hören, was diese sagen. Wir sollen auch einfach auf uns achten und zusehen, dass es uns gut geht!

Am Nachmittag besuchte und Herr Dr. Rieke. Wir haben bis spät abends eine Präsentation über Impfungen, Krankheiten und Prävention gehört. Es waren viele spannende Dinge dabei.

Tag 9

Heute machten wir etwas ähnliches wie an Tag 3. Wir beschäftigten uns jetzt mit dem Projektfluss. Es ging also um die Zukunft. Was beschäftigt uns jetzt noch vor der Abreise und was müssen wir noch tun. Was ist das was wir uns im Projekt erhoffen, was wissen wir schon über unsere Wohnsituation? Ich zeige euch einfach mein fertiges Ergebnis.

Projektfluss

Projektfluss

Natürlich wurde Abends Fußball geguckt und der letzte Abend zusammen wurde genossen.

Tag 10

Das Seminar ist nun fast zu Ende. Wir räumten unseren Raum noch auf und reflektierten das Seminar. Nach einer Runde Rückenstärken wurde sich dann von allen verabschiedet und noch gemeinsam zum Mittagessen gegangen.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Seminar. Mit vielen Eindrücken und Denkanstößen. Ich denke, dass dieses Seminar echt hilfreich war und man 20 andere junge Menschen kennengelernt hat, die das gleiche vorhaben wie man selber. Ich hoffe, dass ich von den ein oder anderen etwas hören werde.

Mein letztes Bild für diesen Beitrag – unsere Packliste die über die 10 Tage entstanden ist :

Packliste

Packliste

Nein ich werde nicht alles, was drauf steht mitnehmen 😉

Ein Kommentar

  1. …ein toller Bericht – viel gelernt – und neue Freunde gefunden 🙂

Leave a Reply