Mein Jahr in Südafrika

"Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig!" – Lord Robert Baden Powell

Vorbereitungsseminar – DPSG

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Hallo meine Lieben!

Es geht nun endlich richtig los mit der Vorbereitung für Südafrika.

Diese Woche war ich von Dienstag bis Freitag in Essen im Kardinal-Hengsbach-Haus. Dort fand nämlich mein erstes Vorbereitungsseminar statt. 

Dienstag sammelte ich Zoe, sie geht nach La Paz in Bolivien, am Bahnhof in Dormagen ein und dann sind wir zusammen nach Essen gefahren. Ich freute mich schon sehr alle wiederzusehen. Als wir angekommen sind, haben wir alle zusammen erstmal Kaffee und Kuchen gegessen. Wir haben diese Zeit genutzt um uns auszutauschen, auf welchem Stand wir alle so sind. Nell und Kathrin werden leider nicht nach Argentinien gehen, aber dafür nach Ecuador, denn es gibt Probleme mit den Einsatzstellen in Argentinien. Wir haben danach mit dem richtigen Programm angefangen und erst einmal unsere Erwartungen und Wünsche an das Seminar geklärt. Viele wollten mehr Informationen zu ihren Einsatzstellen und Einsatzländern , aber es war auch gewünscht, dass einfach die organisatorischen Dinge geklärt werden.

Ganz typisch haben wir natürlich am Anfang noch einmal Kennenlernspiele gespielt, einfach um die Namen uns noch mal zu vertiefen. Um etwas Bewegung zu kriegen, waren wir alle eine Runde zusammen spazieren. So hatten wir nochdmal genug Zeit auch mit den Teamern zu reden und einfach noch ein bisschen frische Luft zu schnappen.

Länderinformationen

Nach dem Abendessen haben wir uns dann zum Filmgucken wieder getroffen. Wir haben „Blickwechsel – über deutsche Freiwillige“ geschaut. Es ging darum, wie die Menschen in den Einsatzländern die Freiwilligen sehen und was man aus der Sicht der Freiwilligen gar nicht alles sieht. Es ist wichtig sich im Klaren zu sein, dass man einen Lerndienst macht und keine ausgebildete Fachkraft ist. Und das sehen die Einsatzstellen teilweise nicht. Wir Freiwilligen machen unsere Aufgaben, so dass wir versuchen unser Bestes zu geben. Ich nehme außerdem aus dem Film mit, das mir klar sein muss, was ich dort aus welchen Gründe mache. Ich muss erklären können, warum ich hier bin und dass ich nicht nur in Südafrika bin, um es zu entdecken und rumzureisen.

Am nächsten Tag starteten wir direkt mit dem Thema „DPSG – WOSM“ und „Pfadfinder in den jeweiligen Einsatzländer“. Für mich war das nicht sehr viel Neues, aber es war doch nochmal interessant etwas über die Pfadfinder in Südafrika zu erfahren, denn schließlich ist es ganz anders als hier in Deutschland. Danach sind wir zunächst alle zu Adveniat gefahren und haben dort die Lateinamerika-Freiwilligen rausgelassen. Wir -Katharina, Jurian, Leonie, Stephi und ich – sind dann weiter nach Köln zu Nangu Thina e.V. gefahren und haben uns dort mit Uwe Bothur getroffen. Wir haben viel über diese unterschiedlichen Organisationen gesprochen:

  • Nangu Thina e.V. – Ein ehrenamtlicher Verein, der die Projekte in Südafrika betreut und auch für die Einsatzstellen der Freiwilligen zuständig ist und diese vermittelt. Außerdem kümmert er sich auch viel um die Scouts in Südafrika.
  • DPSG – Allen ja bekannt, aber sie sendet die Freiwilligen in die Einsatzstellen, die von Nangu Thina betreut werden.
  • Umckaloabo Stiftung – Sie gibt das Geld für die unterschiedlichen Projekte, die von Nangu Thina vorgeschlagen werden. Diese Stiftung gehört zu dem Pharmakonzern „Schwabe“.  Die Stiftung hat zum Beispiel den Bau des neuen Scout Centers in Nelspurit durch seine Spenden finanziert.

Uwe hat uns ans Herz gelegt, dass wir uns gerne für ein eigenes Projekt einsetzen sollen und eigentlich alles möglich ist, wir aber doch sehr viel hinterfragen sollen, denn manchmal erscheint einem alles logisch, aber manche Aspekte sind dann noch nicht beachtet worden. Außerdem sei es für uns sehr wichtig uns ein Netzwerk aufzubauen und genau zu wissen, wen wir wann ansprechen könne, wenn wir etwas bestimmtes umsetzen wollen. Ich denke aber, dass ich da schon sehr gute Kontakte habe und auch offen bin andere Menschen einfach anzusprechen. Wir haben von ihm als „Gastgeschenk“ noch eine CD von einem afrikanischen Chor geschenkt bekommen und seitdem haben alle einen Ohrwurm von „Shosholoza„. Ein wunderschönes Lied. Leider war die Zeit bei Uwe so schnell vorbei, doch es war echt interessant. Wir sollen für alles wachsam sein und wirklich Bescheid geben, wenn es uns nicht so gut geht! Denn wir sind die, die das Jahr zu dem machen was es am Ende wird.

Abendessen bei Adveniat

Den Abend haben wir dann bei Adveniat mit einem
gemeinsamen Wrap-Essen ausklingen lassen und haben uns noch mit verschiedenen Situationen beschäftigt, die uns in unserem Jahr passieren können. Und natürlich waren wir noch spazieren, nachdem wir wieder zurück bei uns im Haus waren.

In den nächsten Tag sind wir mit den Ländergruppen gestartet. Es ging bei uns über den Kolonialismus, die Apartheid und Baumplantagen und Landwirtschaft in Südafrika. Generell haben wir dann noch über die Sicherheit und unser Verhalten im Land und in manchen Situationen gesprochen. Nach dem Mittagessen stand die Präventionsschulung an – dazu sage ich besser nichts weiter,
denn es war schon die dritte die ich gemacht habe.

Am Abend sind wir nach Essen Kettwig gefahren, um an der Gründonnerstagsandacht teilzunehmen. Es war ein echt schöner Gottesdienst und ich muss zugeben auch das erste Mal, dass ich Gründonnerstag in der Kirche war. Nach der Kirche waren wir mal wieder spazieren.

Der letzte Tag begann mit Informationen zum Unterstützerkreis, der Versicherung und dem Visum. Wir haben noch ein Reader mit allen wichtigen Informationen bekommen, haben unseren Visumantrag zusammen ausgefül
lt und die letzten Fragen noch geklärt.

Alles in allem fühle ich mich jetzt noch mehr vorbereitet und es war einfach eine tolle Woche mit echt tollen Menschen. Ich freue mich auf mein Jahr in Südafrika!

 

Am 04. April fahre ich nach Berlin mein Visum abgeben 🙂

 

Ein Kommentar

  1. …ich freue mich mit dir….. 🙂

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